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Die Atemschutzwerkstatt

Allgemeine Aufgabenbeschreibung der Atemschutzwerkstatt

 

Entgegennahme von gebrauchten Atemschutzgeräten und Masken

Reinigung und Desinfektion von Atemschutzgeräten, Lungenautomaten und Masken nach jeder Benutzung

Montage und Prüfen von allen Atemschutzgeräten, Lungenautomaten und Masken

Kontrolle der Fristen von Austauschteilen und Wechsel der entsprechenden Teil

Füllen der Atemluftflaschen bis zu einem Druck von 300 bar

Wartung von Fluchthauben

Halbjährliche Prüfung der Chemikalienschutzanzüge

Funktionskontrolle aller Geräte innerhalb der Lagerfristen

Überwachung und Einhaltung aller Prüffristen

- Überwachung auf Einhaltung der Untersuchungsfristen nach G26.3 Atemschutz (Alle Atemschutzträger müssen in regelmäßigen Abständen zur Atemschutzuntersuchung bei einem dazu ermächtigten Arzt)

Mitwirkung bei der Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger

Ausstattung der Atemschutzwerkstatt:

 

Meiko Top Clean M

Reinigungs- und Desinfektionsmaschine für Atemschutzmasken, Lungenautomaten und Trageplatten

Trockenschrank

Warmlufttrockenschrank für bis zu 36 Atemschutzmasken, Lungenautomaten und sonstigen Zubehör

MAW BSP2

Reinigungs-, Desinfektions- und Trocknungsschrank für Chemikalienschutzanzüge

Atemluftkompressor

MSA 450 EF LN II mit nachgeschalteter Füllleiste (2 x 200 bar und 6 x 300 bar Anschlüsse mit WEH-Füllschläuchen)

Prüfgeräte

-          MSA SmartCheck inkl. Künstlicher Lunge

-          MSA Prüfkoffer Multitest Plus

-          MSA Galaxy GX2 für Gasmessgeräte

Absaugtisch

Ablagetisch für kontaminierte Pressluftatmer mit der Möglichkeit die ausgasenden Branddämpfe direkt Abzusaugen

Gerätebestand:

-          62 Pressluftatmer BD 96 und AirGo der Fa. MSA auf den Einsatzfahrzeugen

-          29 Pressluftatmer als Reserve- bzw. Tauschgerät in der Atemschutzwerkstatt

-          5 Sicherheitstrupptaschen inkl. kompletten PA und Zubehör

-          273 Atemluftflaschen in den Größen 2, 4, 6, und 6,8 Ltr.

-          125 Lungenautomaten  AutoMaxx der Fa. MSA

-          220 Atemschutzmasken in Überdruckausführung der Fa. MSA

-          50 Kombinationsfilter ABEK 2 P3    

-          8 Chemikalienschutzanzüge auf dem RW2 und GW-G

-          12 Chemikalienschutzanzüge für Übungszwecke

-          34 Brandfluchthauben

Ablauf:

Der Atemschutzgeräteträger bringt seinen in einer Übung oder Einsatz genutzten Pressluftatmer und die benutze Maske in den Abgaberaum (Schwarzbereich) und dokumentiert die Geräteabgabe dort kurz per Formblatt.

Im Abholraum (Weißbereich) nimmt er Gegenzug die frischen, fertigen Pressluftatmer, Masken, Dokumentationsmittel mit. Auch hier dokumentiert er kurz per Formblatt die Entnahme und den Verbleib.

Zwischen der Abgabe im Schwarzbereich und der Entnahme im Weißbereich wird durch die Gerätewarte die Reinigung, Desinfektion und Überprüfung der Einsatzbereitschaft der benutzen Gerätschaften durchgeführt und dokumentiert.

Sicherheit und Kontrolle:

 

Sicherheitstrupptasche:

Bei jedem Atemschutzeinsatz wird mindestens ein Sicherheitstrupp bereitgestellt. Dieser dient ausschließlich zur evtl. Rettung verunglückter oder in Not geratener Atemschutzgeräteträger. Dazu bedient er sich einer SiTr-Tasche welche mit folgenden Geräteschaften ausgestattet ist:

 

· Atemschutzgerät und einem Lungenautomaten mit verlängerter Leitung

· Atemschutzmaske

· RespiHood (zwangsbelüftete Rettungshaube)

· Rettungstuch zum Transport

· Messer und Schere

· 2 Bandschlingen

 

Zusätzlich rüstet der Sicherheitstrupp sich mit Hohlstrahlrohr, Schlauchmaterial, Axt, Handlampe und sonstigem Material nach Weisung aus.

                   

Wärmebildkamera:                         

Bei der Feuerwehr unterstützen die Wärmebildkameras das Aufspüren von Glutnestern bei Bränden sowie die Suche von Personen in verrauchten Gebäuden oder weitläufigem Gelände bei Dunkelheit. In diesem Bereich kommen Graustufen-Bilder zum Einsatz, die die heißeste Stelle ab einer bestimmten Temperatur rot einfärben. Diese wird bei jedem Innenangriff zur Brandbekämpfung mitgeführt.

In der Oelder Feuerwehr werden auf den beiden HLF’s an der Hauptwache und im Löschzug Keitlinghausen / Sünninghausen eine WBK vorgehalten.

 

Brandfluchthaube:

Die Brandfluchthaube als Rettungsgerät kommt überall dort zum Einsatz, wo Personen durch die Entstehung von Bränden durch Brandgase und Rauch gefährdet sind. Eine besondere Gefahr stellt das bei Bränden meistens auftretende Kohlenmonoxid dar. Die Brandfluchthaube bietet in derartigen Situationen wirksamen Schutz für Augen und Kopf sowie der Atemwege und ermöglicht damit die Rettung von Personen.

 

 

 

 

Übungen

 

Brandsimulationsanlage Lemgo:

Um während der Ausbildung und auch später während des Einsatzdienstes die Atemschutzträger auf Ihre Aufgaben vorzubereiten und fortzubilden wird in regelmäßigen Abständen das Brandhaus in Lemgo besucht. Hier besteht die Möglichkeit nach einer Einweisung die Grenzen der Schutzkleidung bei der Wärmegewöhnung zu testen.

Der Besuch ist für unseren eigenständig durchgeführten Geräteträgerlehrgang mittlerweile sogar ein Pflichtbestandteil der Ausbildung.

Im Regelfall werden in Lemgo eine Heißgewöhnung und zwei Einsatzübungen durchgeführt, u.a. zum Beispiel ein Küchenbrand oder auch eine Personensuche in einer Werkstatt. Diese Szenarien geschehen im vernebelten, aufgeheiztem Raum, welche durch gasbetriebene Übungsfeuer simuliert werden, und mit Wasser am Rohr.

 

Allgemeine Übungen:

Im normalen Dienst- und Übungsbetrieb innerhalb der Feuerwehr Oelde bereiten die einzelnen Löschzüge einsatzrelevante Übungen vor und werden durch die Atemschutzwerkstatt durch zusätzliche Gerätebereitstellung wie z.B. Nebelmaschinen,  Übungsfluchthauben oder Übungs-CSA unterstützt.

Weiterhin sind die Gerätewarte bei den jährlichen theoretischen Unterweisungen involviert. Und unterstützen den regelmäßig stattfindenden Atemschutzgeräteträgerlehrgang.

Ansprechpartner:

 

Leiter Atemschutzwerkstatt:

Wilfried Holthöfer

stellv. Leiter Atemschutzwerkstatt:

Felix Loddenkemper

 

Wachabteilung 1:

Wilfried Holthöfer, Felix Loddenkemper, Sebastian Fröhlich

Wachabteilung 2:

Vincent Tielke, Oliver Hegemann, Karsten Kotzian

Wachabteilung 3:

Johannes Vogt, Dennis Vogel, Andreas Quibeldey

 

Gerätewarte für Chemikalienschutzanzüge (CSA):

Wilfried Holthöfer, Karsten Kotzian, Johannes Vogt

 

 

Jeder hauptamtliche Atemschutzgerätewart, hat die erforderliche Ausbildung am idF NRW oder über den Gerätehersteller besucht. Weiterhin muss alle vier Jahre eine Auffrischungsschulung beim Hersteller erfolgen.